Vereinsgeschichte

Aus der Geschichte des St.-Johannes-Schützenvereins Saßmicke

 Zusammengestellt im Jahr 1996 von Wolfgang Schneider und Rüdiger Köster und ergänzt im Dezember 2006 von Wolfgang Schneider

Bei einem gemütlichen Zusammentreffen unter dem Birnbaum beim damaligen Wohnhaus Peter Löhr wurde im Jahre 1903 der Verein „Deutsche Eiche“, welcher später zum St.-Johannes-Schützenverein Saßmicke umbenannt werden sollte, gegründet. Treibende Kraft in den Reihen der damals nur wenigen Mitbegründer war Peter Schledorn. In der wohl ersten ordentlichen Versammlung 1904 wählte man Peter Gummersbach und Bernhard Häner zu Offizieren des Vereins. Am 6. August 1905 wurde in der Generalversammlung, imVereinslokal beim Wirt Arens, der erste Vorstand gewählt. Vorsitzender wurde Chr. Bald, sein Stellvertreter Bernhard Häner. Peter Hesse nahm das Amt des Schriftführers wahr.Kassierer wurde W. Baum.

1906 legten die Mitglieder des Vereins eine erste festgeschriebene Festfolge nieder. Im Protokoll der Versammlung heißt es: „Am 1. Januar wurde beschlossen, dass die Kameraden an Kaisers Geburtstag nachmittags um 1/4 vor 2 Uhr im Vereinslokal erscheinen und dann gemeinschaftlich zur Andacht gehen. Um 4 Uhr Antreten der Kameraden beim Löhr’schen Hause, von da aus ein Marsch durchs Dorf, danach Musik und sonstige Belustigung. Die Kameraden müssen in Mütze und Abzeichen erscheinen. Die Veteranen bezahlen an Kaisers Geburtstag 50 Pfennig. Wenn Fremde zugelassen werden, müssen sie bezahlen, was jedes Mitglied zahlt.“

Im Juli 1909 beschloss die Vereinsversammlung, den Verein „Deutsche Eiche“ zu einemSchützenverein zu erheben, welcher den Namen „Sankt Johannes Schützenverein“ tragen sollte. Schon im September waren die Vereinsstatuten fertiggestellt und zur Anmeldung abgegeben. Am 6. März 1910 kam dann die Nachricht, dass der Schützenverein eingetragen sei. Für die nun zu beschaffende Vereinsfahne, welche auf der einen Seite das Motiv des Kapellenpatrons Sankt Johannes von Nepomuk und auf der anderen Seite das deutsche Schützenwappen zeigen solle, erklärten sich die Mitglieder bereit, je 1 Mark zu entrichten.

Beim ersten Schützenfest 1910 wurde Johann Trapp Schützenkönig. er erwählte zu seiner Königin Anna Tillmann. Nachdem bei den ersten beiden Schützenfesten die Musikkapelle Gerlingen für die musikalische Unterhaltung gesorgt hatte, wurde im Jahren 1912 – 1914 die Kapelle Eckenhagen verpflichtet. 1914 schaffte einen eigenen Tanzboden an, welcher in den folgenden Jahren, an die benachbarten Vereine Dahl und Gerlingen ausgeliehen wurde. In den Jahren des Ersten Weltkrieges musste das Schützenfest ausfallen. 1919 und 1920 wurde „in Anbetracht der herrschenden Teuerung “ kein Schützenfest gefeiert. Beim ersten Schützenfest nach dem Krieg , am 12. Juni 1921, durfte sich das Königspaar Heinrich Baum und Mina Häner erstmals die Königsoffiziere selbst erwählen. Zuvor waren diese aus Reihen des Vorstandes gewählt worden

Das Protokollbuch berichtet für das Jahr 1922 die Besonderheit, dass die im Vorjahr eingeführte Schützenmesse am Festtagsmorgen wegen „Mangels an geistlichen Herren“ ausfallen musste. Dies tat dem Verlauf des Schützenfestes jedoch keinen Abbruch, es wird weiter berichtet: „Infolge günstigen Wetters war der Besuch von auswärtigen Gästen außerordentlich zahlreich. Der Verkauf von Tanzkarten allein erreichte in diesem Jahre die noch nie da gewesene Höhe von 122 Mark, ein Beweis für den guten Besuch des Festes. Wie immer war auch diesmal der Schützenverein Gerlingen als Gast zugegen. Das Fest an sich nahm einen ruhigen, sehr befriedigenden Verlauf.“

1923 bestand in der Provinz Westfalen wegen des Einzuges französicher Truppen in das Ruhrgebiet Landestrauer, so daß von der Feier des Schützenfestes Abstand genommen wurde. In der Generalversammlung 1924 beschloß der Verein den Beitritt zum Schützenbund. Der neue Schießstand in der Elmschlade wurde beim Vogelschießen 1925 eingeweiht. Am 4. und 5. August 1928 feierte der Schützenverein sein 25 jähriges Bestehen. Am Festzug nahmen die benachbarten Vereine Dahl, Gerlingen, Berlinghausen, Elben, Heid, Hillmicke, Rüblinghausen, Lütringhausen und Thieringhausen teil. Die Festmusik wurde vom Musikverein Gerlingen ausgeführt. Die Musikkapelle Saßmicke spielte ebenfalls im Festzug.

Die Chronik berichtet von einem „recht ansehnlichen Festzug, der durch das festlich geschmückte Dorf führte. Es war fast keiner, der nicht geflaggt hatte. Trotz Regens nahmen an dem Umzug so gegen 400 Mann teil. Die Königswürde errang Heinrich Arens jun. Zur Königin nahm er seine Braut Maria Weber.“ Die Generalversammlung des Schützenvereins beschloß in den Jahre 1931/32 wegen der allgemein herrschenden, schlechten Zeiten kein Schützenfest zu feiern. 1935 wurde der Schützenplatz im „Hand- und Spanndienst“ von den Mitgliedern vergrößert. Hierzu wurde der Schützenplatz auf seiner gesamten Fläche mit Hacke und Schaufel einen halben Meter tiefergelegt. Diejenigen, die nicht zur Arbeit erschienen, hatten eine Buße von 2 Mark zu zahlen.

Die politischen Veränderungen in Deutschland machten 1936 auch vor den Schützenvereinen nicht halt. Durch eine neue Verordnung des Schützenbundes wurden aus Vereinsvorsitzenden nun Vereinsführer, der Vorstand sollte nicht mehr gewählt werden, der „Führer“ bestimmte seine Mitarbeiter. Auch die Eröffnung der damaligen Versammlungen glich eher einer politischen Versammlung. Trotz dieser Gegebenheiten ist es den damaligen Schützenmitgliedern gelungen, das Vereinsleben und die folgenden Schützenfeste ausschließlich im Sinne des „Sauerländischen Schützengeistes“ zu führen und zu feiern. 1940 bis 1948 wurde infolge des Zweiten Weltkrieges kein Schützenfest gefeiert.

Beim ersten Schützenfest nach dem Kriege 1949 mußte aufgrund einer Verordnung derdamaligen Besatzungsmächte beim Vogelschießen auf den Gebrauch von Waffen verzichtet werden. Statt dessen wurde der Vogel mit Steinen von der Stange geworfen.Den besten Wurf tat Paul Hesse, der Hedwig Maiworm zur Königin erwählte. In den Jahren des Wiederaufbaus und Neubeginns nach dem Zweiten Weltkrieg legten auch die Schützen fleißig Hand an. 1951 wurde das Gelände auf dem Beul eingeebnet und tiefergelegt und damit das Aussehen des Platzes in etwa so geschaffen, wie wir ihn heute noch kennen.

Am 13. und 14. Juni 1953 fand anlässlich des 50 jährigen Jubiläums des Schützenvereins das erste Schützenfest mit Kaiserschießen statt. Insgesamt elf Schützenvereine der benachbarten Dörfer waren zu Gast. Der Festzug wurde von Klängen der Musikkapellen Gerlingen, Hillmicke, Iseringhausen und dem Trommler- und Pfeifenkorbs Wenden begleitet. Die erste Kaiserwürde in Saßmicke errang Franz Baum in Begleitung seiner Kaiserin Adelheid Baum.Das wichtigste Datum des Jahres 1953 war die feierliche Einweihung des Ehrenmals. Im Jahr zuvor hatte man den Beschluss gefasst, den Gefallenen beider Kriege ein. Ehrenmal in Saßmicke zu errichten. Träger dieses Vorhabens war der Schützenverein unter dem Vorstand von Heinrich Rademacher, Heinrich Hesse, Alfons Arens, Josef Weber, Heinrich Ebbert, Tonis Lixfeld und Paul Becher. Anfang des Monats September waren die ersten Vorbereitungsarbeiten begonnen worden, so dass bereits am 19. September der Grundstein gelegt wurde. In manch freier Stunde wurde das Ehrenmal dann in Eigenleistung errichtet.Am 20. Dezember wurde das Ehrenmal eingeweiht.

In der Generalversammlung 1956 wurde erstmals der Bau dringend notwendiger Sanitäranlagen auf dem Schützenplatz besprochen. Die Durchführung dieses Plans musste jedoch aufgrund der finanziellen Lage des Vereins hinausgeschoben werden. Sorge bereitete den Schützen 1962 die Zufahrtstraße zum 1951 neu angelegten Schützenplatz auf dem Beul, die sich in einem katastrophalen Zustand befand. Auf Initiative des Vorsitzenden Wilhelm Baum konnte die Straße allerdings noch im Spätsommer 1962 in einen annehmbaren Zustand gebracht werden. Bei den Ausbesserungsarbeiten blieben jedoch wenige Helfer unter sich.

Auf immer größeres Interesse stieß der Schützenfest-Montag. Das „Sackfest“, so berichtete der Schriftführer schon 1963, „entwickelt sich zu einem ausgesprochenen Dorffest. Bis heute hat der Festausklang am Montag nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Dazubeigetragen hat auch die Einführung des Vogelschießens der Jungschützen, dass erstmals 1987 ausgetragen wurde. Michael Bauer war der erste Regent des Schützennachwuchses. Um das Vogelschießen der Jungschützen aufzuwerten, wurde es 1993 auf den Samstag verlegt. Gleichwohl wird montags auch noch geschossen: Die kleinsten Festbesucher kämpfen seit 1993 um den Titel des Kinderkönigs.

1965 hatte der Schützenverein mit Problemen zu kämpfen. Ein Erlass des Ordnungsamtesgestattete aus Sicherheitsgründen nicht mehr das Vogelschießen auf die bis dahin üblichen Freistangen. Stattdessen wurde ein Schießstand mit Schußblende und Kugelfang gefordert. So taten sich die fünf Schützenvereine der damaligen Gemeinde Olpe-Land zusammen, um gemeinsam einen fahrbaren Schießstand anzuschaffen. Die SchützenvereineDahl/Friedrichsthal, Lütringhausen, Rüblinghausen, Saßmicke und Thieringhausen bildeten die sogenannte „Kugelfanggemeinschaft“. Diese „Fünfergemeinschaft“ hat bis heute Bestand und wird durch jährliche Versammlungen und Feste gepflegt, auch wenn der fahrbare Schießstand schon lange der Vergangenheit angehört. Als die mobile Anlage, erbaut von einer Oberveischeder Firma, Mitte Mai 1965 in Saßmicke, wo das erste Schützenfest der Saison vor der Tür stand, angeliefert wurde, gab es lange Gesichter. „In seiner Ausführung blieb der Schießstand weit hinter den Erwartungen zurück. Die baupolizeiliche Abnahme verlief negativ, und nur der Umstand unseres vor der Tür stehenden Festes erlaubte uns seine Benutzung“, heißt es im Protokollbuch. Später wurde der fahrbare Kugelfang nachgebessert und in den Folgejahren von den Vereinen der „Fünfergemeinschaft“ genutzt und auch gelegentlich an andere Vereine ausgeliehen. Eine neue Zeit brach 1979 an. Im Frühjahr wurde mit dem Bau eines eigenen Kugelfangs begonnen, der rechtzeitig zum Schützenfest fertig gestellt werden konnte.

In den letzten Jahren lachte am Schützenfest-Wochenende zwar oft die Sonne von einemblauen Augusthimmel und sorgte für sommerliche Temperaturen, doch mit dem Wetter hatten die Schützen in früheren Jahren des öfteren kein Glück. Grau verhangener Himmel und Regenschauer gehörten so manches Mal zum Fest dazu. Besonders schlimm erwischte es Schützenbrüder und Besucher aber beim Schützenfest am 15. und 16. Juni 1968. „Um 13 Uhr brach das Unwetter herein. Alle Schleusen des Himmels schienen sich zu öffnen. Straßen und Wege wurden zu reißenden Bächen. Das vorgesehene Programm fiel förmlich ins Wasser. Bei der nächsten Regenpause wurde im Eilschritt das Festzelt angesteuert. War es die Freude über das schützende Dach oder die noch immer vorhandene Schwüle: In einem selbst für Saßmicke unbekanntem Maße wurde dem Gerstensaft zugesprochen, so dass es schien, es sei der letzte Tag, an dem es überhaupt noch Bier gäbe“, heißt es im Protokollbuch. Schützenkönig bei diesem Regenfest wurde übrigens Major Rudolf Hesse. Das katastrophale Wetter in jenem Jahr hat wohl mit dazu geführt, dass man sich in der Folgezeit Gedanken über einen neuen Festtermin machte. 1972 war es dann soweit: Als verbindlicher Festtermin wurde das Wochenende nach der Wendener Kirmes festgeschrieben. Zuvor war an unterschiedlichen Terminen zwischen Mai und August gefeiert worden.

Kaiser gibt es in der 103-jährigen Geschichte des St.-Johannes-Schützenvereins bislang fünf. Das erste Kaiserschießen fand anlässlich des Jubiläumsfestes zum 50-jährigen Vereinsbestehen im Juni 1953 statt. Damals errang Franz Baum die Kaiserwürde. BeimKaiserschießen im Rahmen des 75-jährigen Jubelfestes im August 1978 war Erich Kuckertz am treffsichersten. Bei diesem Jubiläum konnten viele Gäste begrüßt werden. So marschierten am Samstag 161 Gastschützen aus fünf Vereinen im Zug mit; am Sonntag bereicherten sogar 250 Schützen aus elf Vereinen den Festzug. 1986 wurde der Beschluss gefasst, den Kaiser nicht mehr alle 25 Jahren auszuschießen, sondern die Amtszeit auf zehn Jahre zu verkürzen.Somit fand 1988 ein Kaiserschießen statt, bei dem sich Paul-Manfred Clemens durchsetzte. Kaiser im Jahr 1998 wurde Bernd Kunick. Seitdem beträgt die Amtszeit fünf Jahre. Beim Jubiläumsschützenfest zum 100-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2003 errang Uwe Knipp die Kaiserwürde.

Um den Schützen und deren Frauen auch im Winter etwas Abwechslung zu bieten, wurde am 30. Januar 1970 erstmals ein Winterfest organisiert. Diese Feier, die später als Schützenball stattfand, wurde seitdem jährlich durchgeführt. Lediglich im Jahr 1991 sagte man den Schützenball wegen des damals stattfindenden Golfkrieges ab. 1979 gab es einenFührungswechsel an der Vereinsspitze. Rudolf Hesse, seit 1965 Major und seit 1970 Vorsitzender des Schützenvereins, legte aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter nieder.Zu seinem Nachfolger in beiden Positionen wurde Paul-Heinz Clemens, bis dahin zweiter Vorsitzender, gewählt. Neue stellvertretender Vorsitzender und Hauptmann wurde Alfons Gummersbach. Rudolf Hesse wurde zum Ehrenmajor und Ehrenmitglied ernannt. Nach Josef Rademacher sen. und Heinrich Hesse ist er damit das dritte Ehrenmitglied des Vereins. Im November 2006 legte Paul-Heinz Clemens nach 27 Jahren an der Vereinsspitze seine Ämter nieder. Neuer erster Vorsitzender ist jetzt Wolfgang Schneider, als Major amtiert Thorsten Clemens. Jürgen Häner ist seit 2004 zweiter Vorsitzender und Hauptmann.

In den Jahren 1980/81 wurde auf dem Schützenplatz eine Grillecke erstellt. Der Martinszugim Dorf wurde 1981 erstmals vom Schützenverein ausgerichtet. 1982 wurden vereinseigene Gewehre angeschafft und erstmals am Schützenfest-Sonntag kein Eintritt erhoben. Im Sommer 1982 wurde der Weg zum Schützenplatz geteert und der Grillplatz offiziell eingeweiht. Eine neue Fahne schaffte sich der Verein 1988 an. Sorgen plagten denSchützenvorstand im Jahr 1969. Der Schützenplatz bekam einen neuen „Nachbarn“: dieAutobahn. „Große Sorgen bereitet die durch den Talbrückenbau der Autobahn blockierteZufahrtstraße zum Schützenplatz. In Schreiben sind wir beim Straßenneubauamt in Siegen,bei der Stadtkämmerei Olpe und der Firma Hoch-Tief vorstellig geworden. Man hat uns versprochen, bis zum Schützenfest eine Möglichkeit zu schaffen, um den Platz zu erreichen“, heißt es im Jahresbericht 1969. Dieses Versprechen wurde auch eingehalten.

Gebaut wurde in jenen Jahren nicht nur an der „Sauerlandlinie“, sondern auch auf demSchützenplatz. Nachdem schon einige Jahre zuvor über den schlechten Zustand der Toiletten geklagt worden war, begann man 1970 mit dem Neubau der Toilettenanlage. Fertig gestellt wurden die neuen sanitären Anlagen, für deren Finanzierung ein Sonderbeitrag von fünf Mark je Mitglied erhoben wurde, im Jahr 1971. Als 1972 die alte Schule samt Grundstück zum Verkauf anstand, stellte man fest, dass sich Teile des Zufahrtweges zum Schützenplatz nicht in Vereinsbesitz befanden. Auch das Kartenhäuschen und Teile der Toiletten standen, so wurde bei dieser Gelegenheit festgestellt, außerhalb der Grenzen des Vereinsanwesens.

Daraufhin kaufte der Schützenverein rund 1800 Quadratmeter Grundstück von der Stadt Olpe hinzu. Für die Ewigkeit waren aber auch diese neuen Toiletten nicht bestimmt. In derGeneralversammlung 1992 wurde von mehreren Schützenbrüdern der schlechte Zustand der Anlage angesprochen. Man kam überein, nach Fertigstellung des Abwasserkanals am Beul den Anschluss des Schützenplatzes an das Kanalnetz und den Toiletten-Neubau in Angriff zu nehmen. 1996 wurde dieses Vorhaben dann verwirklicht, nachdem der Kanalanschluss des Schützenplatzes bereits zwei Jahre zuvor verlegt worden war. Am neuen Standort, auf der Eingangsseite des Platzes, entstand ein neues Dorfgemeinschaftshaus mit moderner Toilettenanlage. Dafür wurden das bisher an diesem Platz vorhandene und in Holzbauweise erstellte Schützenheim, das 1988 aufgestellt worden war, abgerissen. Auch die 1991 erstellte Grillhütte musste dem Neubauvorhaben weichen.

Unumstrittener Höhepunkt der jüngsten Vereinsgeschichte war das Jubiläumsschützenfest zum 100-jährigen Vereinsbestehen vom 22. bis 25. August 2003. Die gute Vorbereitung hattesich gelohnt, denn die Großveranstaltung lief reibungslos über die Bühne. Von Seiten der Gäste gab es viel Lob für die Organisation. Auch das Wetter spielte mit, denn es war an allen Tagen trocken und angenehm warm. Zum Auftakt fand am Freitag das Vogelschießen der Jungschützen statt, bei dem sich Stefan Gummersbach durchsetzte. Er wählte Kristina Halbe zu seiner Königin. Neben der Bierprobe im Dorfgemeinschaftshaus fand im vergrößerten Festzelt erstmals eine SWR 3-Dancenight statt, die mit 983 zahlenden Besuchern und insgesamt knapp 1200 Gästen ein voller Erfolg war. Nach dem Festzug am Samstag mit acht Gastvereinen und dem Zapfenstreich auf dem Dorfplatz waren bei den beiden Vogelschießen die Bewerber trotz des Jubiläums leider dünn gesät. Neuer Kaiser wurde schließlich Uwe Knipp, der zusammen mit seiner Frau Katrin bis 2008 regiert. Beim Königsschießen setzte sich Andreas Poggel durch, der seine Frau Karin zur Mitregentin wählte. Im Mittelpunkt des Sonntags stand der große Festzug, an dem 15 Gastvereine und fünf Musikkapellen teilnahmen. Sehr viele Zuschauer sahen den imposanten Festzug mit insgesamt 693 Zugteilnehmern.